Buch – Gute Reise – Indien entdecken

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Buch – Gute Reise – Indien entdecken

Veröffentlicht am 01.01.2018 von KarmaHeroes

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Gute Reise – Indien entdecken.

Fair und umweltfreundlich

Wie war es in Indien? Hat es dir gefallen?

Noch Monate nach meiner vierwöchigen Indienreise stellen mir Freunde und Bekannte diese Fragen. Je nach Grad der Bekanntschaft beantwortete ich sie in den ersten Wochen folgendermaßen: „Etwas anstrengend.“ , „Nicht so schön“ oder unter guten Freunden: „Furchtbar!“. Der weitere Gesprächsverlauf liest sich in etwa so: „Oh, was ist passiert?“ „Es war laut und schmutzig. Ich habe mir zweimal den Magen verdorben. Die Inder haben mich ständig angestarrt und mir „I love you“ zugerufen. Die Hindutempel haben mich nicht beeindruckt und ich kann mich an kein richtig schönes Erlebnis erinnern. Seufz. Wär ich besser mal nach Japan gefahren.“ „Mmh, du würdest also nicht nochmal hinfahren?“ „Ehrlich gesagt, nein danke.“

Aber warum war ich überhaupt nach Indien gereist? Zum einen wollte ich mit einer guten Freundin am Ende unserer Studienzeit eine große Reise unternehmen. Es sollte ein wenig abenteuerlich werden. Zum anderen wollte meine Freundin spirituelle Erfahrungen sammeln. Sie erhoffte sich in Indien fündig zu werden. Dementsprechend wählten wir als unsere Hauptreiseziele Orte aus, die seit Jahrtausenden mit zwei Weltreligionen eng verbunden sind. Bodhgaya, den Ort, an dem Buddha Erleuchtung erlangte und das laut Legende vom Gott Shiva gegründete Varanasi. Zur Erholung buchten wir dann noch eine Woche in einem Yoga Village in Goa dazu. Wie schon erwähnt, blieb uns der indische Zauber jedoch verschlossen. Ob wir wohl zu sehr danach gesucht oder im Gegenteil nicht tief genug geschaut haben?

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Irgendwie hat Indien aber doch seine Spuren in mir hinterlassen. Ständig stoße ich auf Bücher und Berichte aus und über Indien. Habe ich sie früher nur nicht bemerkt? Eines dieser Bücher ist Dorit Behrens Buch „Gute Reise – Indien entdecken, fair und umweltfreundlich“. Dank dieser Lektüre möchte ich Indien und mir doch noch eine zweite Chance geben. Ja, ich möchte noch mal Indien besuchen. Aber anders! Vielleicht so wie Dorit Behrens: Im Jahr 2013 reist die Projektmanagerin aus Berlin 100 Tage lang durch Indien. Dabei versucht sie Ressourcen und Umwelt zu schonen und achtet darauf, dass ihr Geld auch den Menschen vor Ort zu Gute kommt. Ihr Buch, dass sie über Crowdfunding finanzierte, ist eine Mischung aus Reiseführer und -bericht. Zum einen gibt Dorit Behrens wertvolle Informationen zu Geschichte und Kultur des Landes, zum anderen erzählt sie ausführlich von ihren ganz individuellen Reiseerlebnissen. Gerade ihre persönlichen Geschichten haben bei mir die Lust geweckt noch einmal ins indische Leben einzutauchen.

Dorit Behrens hat sich für ihre Reise aber auch besondere Unterkünfte ausgesucht, die es ihr erleichtern mit ihren Gastgebern ins Gespräch zu kommen. Im Bamboo Village im Bundesstaat Kerala hat sie zum Beispiel einen „Homestay“ gebucht, was bedeutet, dass sie im Zuhause einer ansässigen Familie übernachtet. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten hat sie Gelegenheit die indische Familie ganz privat kennen zu lernen und die lokale Küche zu probieren. Sie bewegt sich zudem oft außerhalb der großen Städte und erkundet mit Hilfe von ortsansässigen Führern die Landschaften Indiens. Dabei ist sie vor allem umweltfreundlich unterwegs. Sie verzichtet auf Autosafaris und lange Taxifahrten. Stattdessen nutzt sie ihre eigenen Füße, das Fahrrad und ist auch mal mit Pferden und Kamelen auf Tour. Gerade letztere Touren finde ich persönlich äußerst reizvoll. Während meines Aufenthalts in Goa hätte ich ebenfalls gerne einen Ausritt gebucht. Jedoch konnte mir der Betreiber unseres Yoga Village keinen Anbieter in der näheren Umgebung empfehlen. Auf das Wohl der Tiere verweisend riet er mir von einem Ausritt ab. Über das Internet ist es meiner Meinung nach noch schwieriger herauszufinden, ob ein Anbieter von Pferde- oder Kameltouren seine Tiere gut behandelt. Schön, wenn jemand mit einem Hintergrund wie Dorit Behrens solche Touren testet. Tatsächlich scheint es ihr gelungen zu sein zwei Anbieter zu finden, die respektvoll und schonend mit ihren Tieren umgehen. Es ist wirklich sehr praktisch, dass im Anhang von „Gute Reise – Indien entdecken“ alle Adressen von Anbieter und Unterkünften, die Dorit Behrens zu ihrer Zufriedenheit genutzt hat, aufgeführt werden. Bei meiner nächsten Indienreise werde ich sicherlich die eine oder andere von diesen Adressen ausprobieren.

Tipp!

„Gute Reise – Indien entdecken.“ bietet sich aufgrund des persönlichen Erzählstils auch als Lektüre für unterwegs an. Seinen großen Nutzen als Reiseführer kann es jedoch nur entwickeln, wenn es einige Zeit vor der Indienreise gelesen wird. Denn die beschriebenen Unterkünfte bieten meist nur Platz für wenige Reisende und müssen dementsprechend im Voraus gebucht werden.

Linn Schiffmann

Dharma:Doo Family

Dharma:Doo Redakteurin

Zu Linn:

schreibt kurze und lange Geschichten

Studium:

Geschichte & Komparatistik

Liebt:

mit einer Tasse Tee in einem Buch zu versinken, mit Mann und Hund den Wald zu umrunden,

auf Reisen zu gehen und mit Geschichten wiederzukommen

Liest und lässt sich inspirieren von:

den Erzählungen anderer Menschen und so manch einer Katze

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